Die Benutzeroberfläche von AstroGeo


Die Benutzeroberfläche von AstroGeo verzichtet bewusst auf die herkömmliche Menü-Oberfläche und versucht, so einfach, praktisch und intuitiv wie möglich, dem Benutzer entgegen zu treten.


Im oberen Teil des Programms wird die Weltkarte bzw. ein Ausschnitt von dieser angezeigt. Ohne weitere Aktionen ausgeführt zu haben, werden bereits die Pole von Sonne, Mond und den Planeten mittels ihrer Symbole eingezeichnet – die Pole in weiß mit schwarzer Kontur und die Gegenpole in schwarz mit weißer Kontur. So ist der Merkur-Pol im Atlantik auf etwa halber Strecke zwischen den Kanarischen Inseln und Florida gut zu erkennen. Der Gegenpol liegt in Australien. Auf der linken Seite sowie oben werden die Breiten-und Längengrade des jeweiligen Ausschnitts angezeigt; bei unserer Abbildung liegt die komplette Weltkarte in 100% vor, so dass die hier von -90 bis +90 bzw. von -180 bis +180 gemessen wird.

Die Betriebs-Modi

AstroGeo besitzt drei Betriebsmodi zur Arbeit mit der Weltkarte: Markierung, Zoom in und Zoom out. Die drei verschiedenen Modi werden jeweils durch einen der drei entsprechenden Button unten links festgelegt.

Wenn man einen Punkt auf der Erde markieren möchte, um seine astrogeographischen Gestirnstände berechnen zu lassen, so muss in diesen Modus gewechselt werden. Danach kann die gewünschte Stelle per Mausklick auf der Karte markiert werden. Als Cursor wird der Standard-Cursor, also der Pfeil, angezeigt. Der Hotkey für diesen Modus ist ist .

Zum Vergrößern eines Weltkartenausschnitts ist der nächste Button „Zoom +“ zuständig. Die nächste Darstellung wird um den Faktor 1,5, also auf 150% vergrößert. Wichtig: Der angeklickte Punkt wird bei der nächsten Darstellung der Mittelpunkt der Karte. So wird unnötiges Scrollen des Kartenausschnitts minimiert. Ein Feature, dass wir z.B. bei Google-Maps schmerzlich vermissen. Durch mehrfaches Zoomen kann man sich dann die gewünschte Region „heranholen“. Der Cursor ist eine Lupe mit einem Plus-Zeichen. Der Hotkey für diesen Modus ist .

Um wieder zu einer übersichtlicheren Karte zu gelangen, wird der Modus „Zoom -“ bemüht. Die Karte wird auf 66% verkleinert. Auch hier wird der angeklickte Punkt in der nächsten Darstellung der Mittelpunkt. Der Cursor ist eine Lupe mit einem Minus-Zeichen. Der Hotkey ist .

Navigation


Durch geschicktes Platzieren des Cursor beim Hinein- oder Heraus-Zoomen kann viel an Navigation gespart werden, Nichtsdestotrotz gibt es natürlich die Möglichkeit, in alle vier Himmelsrichtungen zu Scrollen.

Bei jedem Klick wird der Ausschnitt um 1/6 der aktuellen Darstellung in die gewünschte Richtung verschoben. Wer feinere Verschiebungen möchte, benutzt folgende Tastenkombinationen.

+ 1/10 der Karte nach oben

+ 1/10 der Karte nach links

+ 1/10 der Karte nach unten

+ 1/10 der Karte nach rechts

Die Taste ist auf deutschen Tastaturen mit „Strg“ beschriftet.

Schnelles Zoomen

Wem das mehrmalige Zoomen mit jeweils 150% zu langsam ist, der bemüht die Bedienelemente rechts neben den vier Navigationsbutton. In dem SpinEdit-Feld kann entweder der gewünschte Wert mittels der Pfeile nach oben bzw, unten eingestellt werden. Oder der gewünschte Zoom-Faktor in Prozent kann direkt wie in einem Edit-Feld eingegeben werden. Danach muss der darunterliegen Button „Neu Zeichnen“ gedrückt werden, und die Weltkarte wird auf die gewünschte Größe gezoomt. Der Hotkey ist .


Wenn der Zoom-Faktor über 300% beträgt, können die Städte der Welt angezeigt werden. Je nach Zoom-Faktor werden die Städte über eine Million, über 200.000 Einwohner oder über 20.000 Einwohner angezeigt. Bei der Beschriftung der Städte versuchen wir, diese automatisch derart zu platzieren, dass es nicht zu Überschneidungen kommt. Trotzdem kann es in eng bevölkerten Regionen, z.B. im Ruhrgebiet oder im Großraum Mailand, zu Unleserlichkeiten kommen. Wir arbeiten daran. Der Hotkey ist .

Wer schnell zurück zur Darstellung der gesamten Weltkarte möchte, bedient den untersten Button „Weltkarte 100%“.

Die Meridiane


Für jeden Sonne, Mond und jeden Planeten können 12 Meridiane eingezeichnet werden, die jeweils Null Grad eines Sternzeichnens darstellen. So wird schnell und übersichtlich klar, dass z.B. Europa komplett im Widder-Venus-Bereich liegt. Oder dass der Großraum von Süd-Irak und Iran über Afghanistan, Pakistan und Nord-Indien bis China im Bereich des Skorpion-Mars liegt.

Die einzelnen Meridiane werden mit den zugehörigen Checkboxen aktiviert bzw. deaktiviert.

Am Beispiel der Merkur-Meridiane wird ersichtlich, wie Sie sich schnell einen Überblick über den Einfluss auf die verschiedenen Regionen verschaffen. Skandinavien, Nordengland, Schottland und Irland liegen im Bereich des Fische-Merkurs, während der Rest von Europas sich unter dem Einfluss des Wassermann-Merkurs befindet.



Achtung: Der Drehsinn folgt nicht in allen Fällen der herkömmlichen astrologischen Darstellung gegen den Uhrzeigersinn. Manche Pole besitzen einen negativen Drehsinn!

Zur Hilfestellung bei der schnellen Identifizierung des jeweiligen Sternzeichen-Sektors gibt es zwei Features:

Nachdem man sich mehrfach an Europa herangezoomt hat und außerdem die Meridiane für Sonne und Mond aktiviert hat, erhält man folgende Karte:



Speichern der Karte

Wer eine bestimmte Karte abspeichern möchte, der kann die aktuelle Darstellung über den Button „Grafik Speichern“ (links unten) auf die Festplatte bannen. Der bekannte Speicher-Dialog erscheint. Das Standard-Verzeichnis für das Speichern von Dateien von AstroGeo ist das Unterverzeichnis User im Programmpfad des Programms, also typischerweise

C:\Programme\AstroGeo\User

Das Finden von Städten

AstroGeo beinhaltet eine Liste (fast) aller Ortschaften der Welt. Um die Datenmenge zu reduzieren wurden folgende Ortschaften entfernt:

Selbst kleinste Ortschaften in Europa sind also in der Tabelle enthalten.

Die Eingabe des Ortes erfolgt rechts unten in dem zugehörigen Editierfeld.

Bei der Eingabe jedes Buchstabens wird eine Liste mit den nächsten passenden Treffern – maximal 50 – erstellt und in einer Liste angezeigt. Aus dieser Liste kann über die Cursor-Tasten oder der gewünschte Ort ausgewählt werden.




Wenn z.B. die norddeutsche Stadt Eckernförde gesucht wird, so genügt die Eingabe von „Eckern“ um Eckernförde eindeutig zu identifizieren. Sobald der gewünschte Ort markiert ist, genügt die Zeilenschaltung,, um den Ort auszuwählen. Der Ort wird zusammen mit seiner zweibuchstabigen Nationalitäten-Kennung angezeigt; in den beiden darunter stehenden Editierfelder werden geographische Länge und Breite des Ortes in dezimaler Darstellung eingetragen. Falls das Ortsnamen-Feld verlassen werden soll, bevor ein Ort ausgewählt ist, so geht dieses über die Taste .


Achtung! Da die Liste mit den Städten und ihren Koordinaten dem englischsprachigen Raum entspringt, sind auch die Städtenamen in englisch. So heisst München in der Liste „Munich“ und Mailand „Milan“. Wir hoffen für die Zukunft, eine deutschsprachige Liste zu finden.

Benutzer-Eingabe der Koordinaten

Falls eine Ortschaft nicht in unserer Liste zu finden ist, so kann der Benutzer die Koordinaten des Ortes manuell eingeben. Dieses muss in dezimaler Darstellung erfolgen – also müssen die Minuten vorher umgerechnet werden. Z.B. ist die Länge von Eckernförde 9°50“ Ost. Dieses entspricht in der dezimalen Darstellung 9,8333. Die Minuten müssen durch 60 dividiert werden, um die Nachkommastellen zu erhalten. Allgemein werden Ost und Nord als positive, West und Süd als negative Werte angegeben; so auch hier. Achtung: Bei amerikanischen Programmen und Tabellen wird oft West als positiver Wert angegeben – also bei der Eingabe das Vorzeichen umdrehen!


Die Koordinaten eines Ortes können also auf drei verschiedenen Arten eingegeben werden:

Berechnen der Planetenpositionen

Durch den Button „Berechnen“ wird die Berechnung der Planetenpositionen ausgelöst. Diese werden in der nebenstehenden Liste angezeigt.



Die Stadt Kiel besitzt also eine Konjunktion von Merkur und Transpluto, wie ein schneller Blick auf diese Tabelle verrät.

Falls das Horoskop bereits geöffnet ist (s.u.), werden die neuen Daten nach der Berechnung sofort in das Horoskop-Formular eingezeichnet.

Speichern der Ergebnisse und Zwischenablage

Das Ergebnis der Berechnungen kann als Textdatei gespeichert werden. Das Standard-Verzeichnis für das Speichern von Dateien von AstroGeo ist das Unterverzeichnis User im Programmpfad des Programms, also typischerweise

C:\Programme\AstroGeo\User


Der Inhalt der drei Editierfelder Ortsname, Länge, Breite sowie die Planetenpositionen können auch in die Zwischenablage übernommen werden, um ihn z.B. in einem Textverarbeitungsprogramm einzufügen. Die Übergabe des Textes mittels Zwischenablage klappt übrigens auch bei OpenOffice, was dort eher selten der Fall ist. Zuständig für das Speichern und Kopieren in die Zwischenablage sind die zwei Button mit der entsprechenden Beschriftung rechts unten.

Horoskop anzeigen



Links unten befindet sich der Button mit der Beschriftung Horoskop. Hiermit wird das letzte berechnete astrogeographische Horoskop in einem neuen Fenster angezeigt. Wird eine neue Koordinate berechnet, so wird automatisch das zugehörige Horoskop gezeichnet. Wir sehen uns die Planetenstände von Westerland auf der Insel Sylt an und finden, dass die Opposition von Sonne und Jupiter sehr gut diesen Urlaubsort der Schikeria charakterisiert.

Da die Erde-Position laut Andersen den MC darstellt, befindet sich definitionsgemäß die Erde also immer am MC. Die Häuser zwischen 66°40' Nord und Süd werden nach Placidus berechnet. In höheren Breitengraden werden equale Häuser angezeigt, da Placidus-Häuser in diesen Breitengraden unsinnig kleine bzw. große Häuser ergeben, um noch weiter nördlich oder südlich eine Division durch Null zu erzeugen – bestimmte Häuser werden hier unendlich groß!

Falls das Fenster mit dem Horoskop zwischenzeitlich bei der Betrachtung der Karte stört, so kann es jederzeit geschlossen werden. Bei Bedarf kann es jederzeit wieder geöffnet werden. Durch den Button „Speichern“ auf dem Horoskop-Formular kann das Horoskop jederzeit als Bild-Datei abgespeichert werden.

Der schnelle Blick auf die Planetenpositionen



Wer nur einen schnellen Blick auf die Planetenpositionen eines bestimmten Ortes werfen möchte, der klickt mit der rechten Maustaste auf die Karte. Es erscheint ein Popup-Fenster, das sowohl die geographischen als auch die astrogeographischen Positionen des Ortes anzeigt. Die Position wird durch eine grüne Markierung gekennzeichnet. Beim Lösen der Maustaste werden Popup-Fenster und Markierung wieder entfernt. Unser Beispiel zeigt, wie dieses für die Hansestadt Hamburg aussieht.