Mallona

Es „fehlt“ ein Planet in unserem Sonnensystem. Das 1772 veröffentlichte Titius-Bode-Gesetz ergibt für die „alten“ Planeten bis Saturn eine einfache Formel, die die Entfernung der Planeten von der Sonne in ganzen Zahlen darstellt.

Die Formel lautet
Abstand = 3 × 2n + 4

Eine kleine Übersicht veranschaulicht auch den Menschen, die mit Mathematik nicht sehr vertraut sind, die relativ einfachen Berechnungen:

n3 × 2n+4
Merkur104
Venus237
Erde3610
Mars41216
?????52428
Jupiter64852
Saturn796100


Hier fehlt an Position 5 ein Planet. Ab 1800 wurde gezielt nach diesem fehlenden Planeten gesucht. Schließlich war Uranus erst kurz zuvor – 1781 – entdeckt worden, und die Suche nach neuen Planeten bewegte die Menschen. Am 1. Januar 1801 wurde Ceres entdeckt, der allerdings in der Größe nicht mit den bekannten Planeten mithalten konnte – er ist nur gute 900 km im Durchmesser. Und weitere Beobachtungen brachte dann die Entdeckung zahlreicher Himmelskörper ähnlicher Größe hervor, von denen Ceres, Pallas, Juno und Vesta die bekanntesten sind, und auch von manchen Astrologie-Programmen berechnet werden. Mit der Verbesserung der Optik wurde eine große Anzahl von weiteren Asteroiden gefunden, inzwischen ca. 480.000. An der fraglichen Position fand sich also kein Planet, sondern eine große Anzahl von kleinen und kleinsten Himmelskörpern.

Hier begann nun die bis heute anhaltende Debatte, ob sich hier nun kein Planet gebildet hat, oder ob ein kosmische Desaster den Planeten in abertausende Stücke zerschlagen hat.

Nichtsdestotrotz hat der „geborstene Planet“ auch die literarische Welt bewegt, und neben vielen anderen Namen wurde er auch Mallona getauft. Mallona ist also der „fehlende“ fünfte Planet. Andersen wählte zur Kennung von Mallona ein „Z“, und so verfahren wir auch: